Meine Pancha Karma Kur; 11. & letzter Teil

Was ist geblieben?
Mit viel Energie und Motivation meinen Alltag zu verändern, kam ich aus Sri Lanka wieder zurück. In meiner letzten Konsultation habe ich viele Hinweise für meine Alltagsleben erhalten.
Unter anderem sind die Empfehlungen ein geregelter Tagesablauf, nicht zu scharfes Essen, nicht zu spät Schlafengehen, leicht bekömmliche Abendessen, wie zum Beispiel Suppen. Reich an Erfahrungen und Ideen kam ich wieder im herbstlichen Berlin an. Für die Nachkur sollte ich zur Reinigung und Stärkung noch eine Zeit lang ayurvedische Medizin einnehmen. Leider konnte ich die Stärkungsmedizin zu Hause nicht mehr vollständig zu mir nehmen, da ich eine Abneigung gegen den Geschmack der Medizin entwickelte. Also quälte ich mich nicht mit der weiteren Einnahme der Stärkungspasten.

Abschließend konnte ich einige ayurvedischen Verhaltensweisen in meinen Alltag integrieren. Ich mache weiterhin meine Yoga-Übungen. Mit meinem Yoga-Lehrer habe ich zwei Yogapraxen für morgens und abends zusammengestellt. Diese übe ich je nach meinen Möglichkeiten morgens oder abends.

Yogamatte

Meinen Zungenschaber benutze ich auch immer noch bei meiner täglichen Zahnpflege. Ich trinke hauptsächlich warme bis heiße Getränke, insbesondere heißes Wasser und Tee. Zum Frühstück gibt es in regelmäßigen Abständen Porridge. Alle Verhaltensweisen können nicht gleichzeitig umgesetzt werden, aber die Pancha Karma Kur hat meine Alltagsrituale schon wesentlich verändert. Letztendlich sollte man Ayurveda als einen Impuls oder eine Anregung und nicht als Dogma sehen.

Meine Pancha Karma Kur; 10. Teil: Welcher Dosha-Typ bin ich?

Ich bin ein Vata-Pitta-Typ!

Es ist gar nicht so einfach, sich in das entsprechende Dosha einzuordnen. So werden neben den Doshas (Vata, Pitta und Kapha) auch Mischtypen in der Literatur beschrieben. Bevor ich zur Pancha Karma Kur fuhr, schätzte ich mich als Kapha-Typ ein. Die sind langsam und haben einen kräftigen Körperbau. Wie das so immer ist, das Selbstbild entspricht nicht immer dem Fremdbild. So auch bei mir. Zum Ende der Kur teilte mir die Ayurveda-Ärztin mit, dass ich ein Vata-Pitta-Typ bin. Darüber war ich zu erst sehr überrascht. Hatte ich bei meiner Selbsteinschätzung so vertan?

Also beschäftigte ich mich intensiver mit dem Vata-Pitta-Typ.

Der Vata-Pitta-Typ ist schlank und sportlich. Er hat feines und weiches Haar. Seine Persönlichkeit strahlt vitale Kraft und eine positive Dynamik aus. Durch den Vata-Anteil ist er innovativ, kreativ und liebt die Veränderung. Der Pitta-Anteil bringt die Zielstrebigkeit und Intelligenz mit.
Er benötigt eine Balance zwischen geitig-intellektuelle Aktivitäten und einem regelmäßigen Sportprogramm. Eine ausgleichende Ernährung (süß, nährend, stabilisierend und energiespendend) spielt eine große Rolle um das Gleichgewicht zwischen Vata-Pitta zu halten.

Alle diese Aspekte treffen irgendwie auch auf mich zu und abschließend finde ich mich in den Eigenschaften des Vata-Pitta-Typen doch wieder.

Meine Pancha Karma Kur; 9. Teil: tägliche Körperpflege

In diesem Teil werde ich mich einigen Aspekten der täglichen Körperpflege zu wenden. Während der Pancha Karma Kur habe ich einige besondere Rituale am Morgen und Abend kennengelernt. Dazu gehörte zum Beispiel das Trinken von warmem Wasser kurz nach dem Aufstehen und vor dem Zubettgehen. Dies regt den Darm und die Ausscheidung an. Für mich war es auch ein Ritual mir Zeit zu nehmen, zur Ruhe zu kommen und meine tägliche Körperpflege zu starten.

Neben der normalen Zahnreinigung ist im Ayurveda die Zungenreinigung ein wesentlicher Bestandteil der täglichen Pflege. Ist die Zunge belegt, weist dies auf Toxine und Schlacken (Ama) im Verdauungsapparat hin. Das Ama verstopft die Körperkanäle und reduziert die Aufnahme von Lebensenergie (Prana). Deshalb sollten jeden Morgen nach dem Aufstehen und jeden Abend vor dem Zubettgehen mit einem sogenannten „Zungenschaber“ die Beläge auf der Zunge entfernt werden. In Sri Lanka habe ich eine besondere Art des Zungenschabers kennengelernt, der einfach zu handhaben ist.

Zungenschaber

Zu erst habe ich während der Kur meine Zunge mit einem Kunststoffschaber gereinigt. Dies war jedoch unangenehm, weil der Kunststoff teilweise sehr scharf war und meine Schleimhaut verletzte. Deshalb habe ich mir in Sri Lanka einen silbernen Zungenschaber gekauft, mit diesem Schaber bin ich sehr zu frieden und es entstehen beim Reinigen der Zunge auch keine Verletzungen mehr.

Vor der täglichen Dusche wird je nach Hauttyp und Konstitution eine Öl- oder Trockenmassage empfohlen. Sie regt ebenfalls den Stoffwechsel an. Nach der Körperpflege finden dann die täglichen Yogaübungen und das Frühstück statt. So startet man frisch und munter in den Tag.

 


Hinweis: Bei diesem Blogtext handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag. Es hat weder einen Auftrag, eine Einladung, ein Honorar oder andere Boni gegeben!

Meine Pancha Karma Kur; 8. Teil: spirituelle Reinigung

Neben der körperlichen Reinigung sollte man die Pancha Karma Kur zur seelischen Reinigung nutzen. Die Zeit der Pancha Karma Kur habe ich für mich genutzt, um Ruhe zu finden und Zeit zu haben, meinen seelischen Ballast aufzuräumen.

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Dabei haben mir die Reizreduzierung im Umfeld und die Meditationsübungen sehr geholfen. Sehr spannend fand ich auch die Teilnahme an einer buddhistischen Segnung und einer hinduistischen Heilungszeremonie. Es waren tolle Erlebnisse.

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Schön waren auch die Begrüßungs- und Abschiedsrituale in der Greystones Villa (Diyatalawa).

Man sollte viel mehr im Alltag innehalten und mit Ritualen (wie zum Beispiel mit dem Anzünden einer Kerze) einen alten Lebensabschnitt beenden und einen neuen beginnen.

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Quelle:
Hinweise und Tipps der Nandhi Ayurvedic Therapies GmbH (Stuttgart)
Hinweise und Tipps des Ayurvedic Health care Resorts (Pvt.) Ltd. (Diyatalawa/ Sri Lanka)
Dr.med. Ernst Schrott: Ayurveda für jeden Tag, die sanfte Heilweise für vollkommene Gesundheit und Wohlbefinden, Wilhelm Goldmann Verlag, München 1998

 


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Meine Pancha Karma Kur; 7. Teil: ayurvedische Anwendungen & Arzneimittel

Im 7. Teil möchte ich mich den äußerlichen ayurvedischen Anwendungen widmen. Welche Anwendungen und Medikamente während der Pancha Karma Kur vorgenommen bzw. eingenommen werden, sind abhängig von dem jeweiligen Gesundheitszustand und der individuellen Konstitution. Deshalb erhält jede Person eine individuelle Abwandlung der Pancha-Karma-Therapie. Natürlich gibt es einen allgemeinen roten Faden.

In der ersten Woche wurde der Körper durch die Shirodhara (Stirnguß) auf die Reinigung vorbereitet. Jeden Tag wurde die Dauer des Gusses um 10 Minuten (von 30 bis auf 50 Minuten) verlängert. Leider musste ich diese Anwendung wegen meiner einsetzenden Menstruation unterbrechen, da die Shirodhara während der Menstruation zu Spätfolgen wie Tumore oder Endometriose führen könnte. In dieser Zeit erhielt ich eine Synchron-Fußmassage. Die war wirklich toll und kann ich jedem empfehlen. Das Öl für die Shirodhara wurde speziell auf die zubehandelnde Person abgestimmt und soll die Ausleitung und Abbau von Ama (zum Beispiel Schlacken) unterstützen. In dieser Zeit durften die Haare nicht gewaschen werden, so dass sich die Wirkung des Öls entfalten kann. Das verbleibende Öl in den Haaren macht den Kopf aber auch sehr anfällig und wurde während der Woche mit einem Tuch bzw. Turban geschützt.

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In der zweiten Woche fand die Abhyanga (Synchron-Ganzkörpermassage) statt, die die Reinigung des Körpers weiter vorantreiben, aber auch die Entspannung und das Wohlbefinden fördern soll. Die Woche wurde mit der Nasya abgeschlossen. Sie bestand aus einer Synchron-Ganzkörpermassage und eines Naseneinlaufes mit einem speziellen Kräuteröl. Dies bewirkt eine intensive Reinigung insbesondere im Nasen-Rachen-Raum. Des Weiteren wurde zur Ausleitung ein Kräuterbad durchgeführt.
In der dritten Woche fand die Vireka (der Abführtag) zur weiteren Ausleitung statt, da sich durch die spezielle Ernährung, den Massagen, die verordneten Arzneimittel und Öl-Anwendungen das Ama im Darm sammelt. Danach findet der Vasti (ein rektaler Einlauf mit Öl) zur Stärkung der Gesundheit und des Agni´s statt.
Während der ganzen Pancha Karma Kur erfolgten die therapeutischen Anwendungen vormittags statt. Nachmittags wurden entweder Massagen des Rückens, der Schultern oder Kopfes zur Entspannung angeboten.

Medikamente

Zur Unterstützung der Reinigung und der Ausleitung wurden in der jeweiligen Woche gleichzeitig ayurvedische Medikamente verordnet und eingenommen.Die Medikamente bestehen aus Heilkräutern, Wurzeln, Früchten, Samen, Hölzer und Blüten. Sie werden zu Pulver, Pasten, Pillen oder als Sud verarbeitet. Die Einnahme war gewöhnungsbedürftig, da der Geschmack zu meist sehr fremd oder unangenehm war. Es gab einen Trost: die Einnahme war nur kurzfristig.
Interessant war für mich , wie positiv mein Körper auf diese Anwendungen reagiert hat.

Quelle:
Eigene Erfahrungen im Oktober 2013
Hinweise und Tipps der Nandhi Ayurvedic Therapies GmbH (Stuttgart)
Hinweise und Tipps des Ayurvedic Health care Resorts (Pvt.) Ltd. (Diyatalawa/ Sri Lanka)
Dr.med. Ernst Schrott: Ayurveda für jeden Tag, die sanfte Heilweise für vollkommene Gesundheit und Wohlbefinden, Wilhelm Goldmann Verlag, München 1998


Hinweis: Bei diesem Blogtext handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag. Es hat weder einen Auftrag, eine Einladung, ein Honorar oder andere Boni gegeben!