Meine Pancha Karma Kur; 5. Teil: spezielle Ernährung

In diesem Teil möchte ich mich der Ernährung während der Pancha Karma Kur widmen. Sie weicht etwas von der allgemeinen Ayurvedaernährung ab. Außer dem traditionellen Ghee (geklärte Butter) habe ich in den drei Wochen nur pflanzliche Produkte zu mir genommen. Also habe ich mich fast vegan gelebt. Ganz vegan zu leben, konnte ich mir bis dahin nicht vorstellen, aber in den drei Wochen habe ich nichts vermisst.

Die Speisen waren sehr abwechslungsreich, vielseitig und lecker. In den ersten drei Tagen gab es nur Suppen zur Entschlackung und Ausleitung. Durch die Suppen ist es nicht so einfach, den Hunger zu stillen. Es geht jedoch nicht um eine Diät, deshalb kann so viel gegessen werden, bis sich ein Sättigungsgefühl einstellt. In dieser Zeit haben sich meine Portionen bei den Mahlzeiten verdoppelt und gleichzeitig hat sich mein Gewicht um zwei Kilo reduziert.

Suppe

Nach diesen drei Tagen werden die Suppen nach und nach durch Gerichte mit festeren Bestandteilen ausgetauscht.

Mittagessen

Mittags werden verschiedene Currys serviert und morgens auch mal ein Porridge angeboten. Porridge kannte ich nur vom Frühstückbuffet in Hotels im Ausland. In Sri Lanka habe ich es als Frühstücksmahlzeit lieben gelernt und mache es mir zuhause nahe zu täglich selbst.

Frühstück

Die verwendeten Gemüse-, Getreide- und Obstsorten sind sehr interessant, weil sie teilweise in Europa nicht bekannt sind (zum Beispiel Bittergurken oder Kurakan). Andere bekannte Sorten schmecken besser als in Deutschland. Dies liegt am Reifegrad des Gemüse und des Obstes. Bananen und Papaya hatten einfach einen intensiveren Geschmack als bei uns. Die Ayurvedaküche wurde uns auch bei einer Kochvorführung (mit Lebensmittelkunde) nahe gebracht. Dies fand ich sehr interessant und spannend.

Kochvorführung

Die Mahlzeiten werden in Kombination mit alle Geschmacksrichtungen (salzig, bitter, süß und sauer) zu bereitet, dass soll die Balance der Körperfunktionen beeinflussen. Die Mahlzeiten werden immer zu festen Zeiten eingenommen. Um die Konzentration auf das Essen zu lenken, wurden alle Mahlzeiten gemeinsam schweigend eingenommen. Dies war eine große Herausforderung, da wir gewohnt sind, beim Essen zu kommunizieren. Zwischenmahlzeiten sind nicht üblich und wurden nur bei individueller Konstitution gereicht.

Esszimmer

Für die Zeit der Pancha Karma Kur ist Kaffee und Softdrinks tabu. Während der Kur habe ich große Mengen heißes Wasser getrunken. Erst dachte ich, wie langweilig. Ich kann dies jedoch jedem nur empfehlen, es auszuprobieren. Seit der Kur trinke ich kaum noch kalte Getränke und es tut mir gut. Morgens und abends gab es nach der Mahlzeit einen ayurvedischen Tee. Die Teesorte wurde jeden Tag gewechselt, um eine Gleichgewicht in der Wirkweise zu gewährleisten. Nachmittags zwischen 15:00 und 16:00 Uhr gab es ebenfalls Tee. Diese Stunde war besonders schön, da ich diese Teatime immer sehr bewusst mit Ruhe oder ein Gespräch intensiv zelebriert habe.

Abendbrot
Quelle:
Eigene Erfahrungen im Oktober 2013
Hinweise und Tipps der Nandhi Ayurvedic Therapies GmbH (Stuttgart)
Hinweise und Tipps des Ayurvedic Health care Resorts (Pvt.) Ltd. (Diyatalawa/ Sri Lanka)
Dr.med. Ernst Schrott: Ayurveda für jeden Tag, die sanfte Heilweise für vollkommene Gesundheit und Wohlbefinden, Wilhelm Goldmann Verlag, München 1998
Hans H. Rhyner/ Kerstin Rosenberg: Das Grosse Ayurveda Ernährungsbuch, gesund leben und genussvoll essen, 6. Auflage Königsfurt-Urania Verlag GmbH, Krummwisch 2012


Hinweis: Bei diesem Blogtext handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag. Es hat weder einen Auftrag, eine Einladung, ein Honorar oder andere Boni gegeben!

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