Wie groß war mein Fußabdruck 2017?

Ein frohes gesundes neues Jahr an Alle im world wide web!

In den ersten Tagen des neuen Jahres bietet sich immer die Gelegenheit, die Ereignisse und Erfahrungen des vergangenen Jahres Revue passieren zu lassen und zu staunen. Was in den letzten 365 Tagen geschehen ist?

Et voila; hier kommt meine persönliche Bilanz 2017. Ich beschränke sie jedoch nur auf mein ökologisches Handeln im vergangenen Jahr, weil ich es bei der aktuellen Situation rund um den Globus als absolute Priorität erachte.

  • Seit Jahren erhalte ich meinen Strom aus erneuerbarer Energie. 2017 habe ich 450 mg Atommüll und 536 kg CO2 eingespart. Ganz ehrlich, damit kann ich wenig anfangen, schon eher, dass das einen Klimaschutzeffekt von fünf Bäumen hatte.

 

  • Im letzten Jahr hat mich ebenfalls die Landwirtschaft sehr beschäftigt. Massentierhaltung, Megaställen, Glyphosat und Monokultur sind schon sehr beängstigend. Nun, ich habe für mich einen anderen Weg gewählt als auf die Straße zu gehen. Als Konsument mit seinen Kaufentscheidungen oder als eine Art Investor konnte ich auch Beitrag für eine Veränderung des Systems leisten. Konkret habe ich jede Menge Petitionen unterschrieben und meinen Notdroschen sinnvoll für eine nachhaltige Landwirtschaft investiert. 2017 bin ich Mitglied der Genossenschaft Bioboden geworden. Die Genossenschaft kauft Boden und verpachtet diesen ausschließlich an Biobauern. Mittlerweile können sich Bauern mit kleinen und mittleren Höfen nicht mehr die Bodenpreise leisten, so dass die meisten Boden an die Agrarindustrie und Konzerne verkauft werden. Die Genossenschaft verhindert die weitere Ausdehnung der extremen Ausbeutung und Schädigung der landwirtschaftlichen Flächen. Jetzt habe ich einen Anteil von 2000 qm an der Genossenschaft. Diese Fläche wird benötigt man, um eine Person das ganze Jahr zu ernähren. Ich finde, dass ist eine großartige Sache und sollte weiter Schule machen.

 

  • Des Weiteren ist zu einer schönen Tradition für mich das Spenden statt Geschenke konsumieren geworden. Ich entscheide jedes Jahr individuell, wieviel Geld ich entbehren kann und welche Projekte ich unterstützen möchte. Jedes Jahr ist Atmosfair dabei, um meine erhebliche berufliche Mobilität zu kompensieren. Dann habe ich den WWF bedacht, meine Spende wird gegen das Artensterben eingesetzt, die Welthungerhilfe sowie Ärzte ohne Grenzen, Greenpeace und Global Nature Fund, habe ich ebenfalls unterstützt.

 

  • Ein weiterer bescheidener Beitrag zum Thema Bienensterben : mehr Blumen, wie Malven, Stockrosen, Wildblumen, auf dem Balkon.

 

  • Ich liebe es, unterwegs mal schnell einen Kaffee zu trinken. Mittlerweile ist der gestiegene Einmalbecherverbrauch in Deutschland in aller Munde. Bei einem Radiosender in Berlin gab es dazu eine coole Aktion, der Sender hat 1 Millionen Becher in der Stadt eingespart. Wow! Ich benutze seit diesem Jahr einen Bambusbecher, der steht in meinem Auto für längere Autofahrten bereit, wenn mich mein Kaffeedurst zur nächsten Raststätte treibt.

 

  • Mein Konsumverhalten hat sich 2017 erheblich reduziert. Ich habe mir das gesamte Jahr kein neues Kleidungsstück gekauft, sondern nur Geld zur Pflege und Reparaturen aus gegeben. Ich bin so stolz und habe es als keine schwierige Herausforderung erlebt. Kein Wunder, ich gehe auch nur noch gezielt shoppen, wenn ich etwas wirklich benötige. Viel mehr habe ich den Minimalismus auf andere Bereiche ausgedehnt und habe im September Dinge, wie Bücher, DVD, CD etc. aussortiert und werde sie dieses Jahr auf dem Trödelmarkt verkaufen oder spenden. Mal sehen! Das Gefühl zu reduzieren, habe ich als sehr befreiend empfunden. Letztendlich habe ich mich weiter mit unserer Überflussgesellschaft, unserem verkehrten und verschwenderischem Wirtschaftssystem weiter auseinandergesetzt. Annie Leonard fasst das komplexe Thema in ihren Filmen für mich auf den Punkt, wie Konsum die Umwelt und das Leben der Menschen schädigt. Schaut selber! Das wird mich noch weiter beschäftigen, da meine Schränke noch voll sind  Quelle: Youtube.de

 

  • Mein Verpackungsmüll bei Lebensmittel hat sich aus meiner subjektiven Wahrnehmung nicht wesentlich reduziert. Leider gibt es in meiner Nähe kein Laden, der unverpackte Lebensmittel anbietet. Den würde ich mir wirklich wünschen!

 

Ich bleibe dran,  Neues zu entdecken und berichte wieder. Es gibt noch viel zu tun, um meinen Fußabdruck zu verkleinern!

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